About - Christoph Schneider
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About

 

Mit zweieinhalb Jahren stand ich das erste Mal auf Ski und ich hatte von Anfang an Talent, sagte meine Mutter. Mit 6 Jahren entschloss ich mich, dass ich bei unserem Skiclub im Ort mittrainieren möchte. Nach 4 Jahren Skihauptschule Schladming konnte ich verletzungsbedingt nur die normale Handelsschule absolvieren, wobei ich sehr auf den skispezifischen Zweig fixiert gewesen wäre.

 

Neben der Schule fing ich an, im Büro bei der Firma Atomic zu arbeiten was ich bis heute auch noch mache. Im Anschluss der Handelsschule machte ich die Matura und danach wollte ich für ein halbes Jahr nach Amerika gehen um mein Englisch zu verbessern. Um mir diese Reise zu finanzieren, musste ich Geld verdienen. Also entschloss ich mich, nach meiner Matura noch einen zweiten Job anzunehmen. Ich arbeitete neben der Firma Atomic auch noch bei einen Sägewerk und so wäre meine Reise in 3 Monaten finanziert gewesen.

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Am 26.07.2013 passierte mir dann ein Unglück. Ich kam bei der Arbeit am Sägewerk mit meiner rechten Hand in eine Förderrolle und zog mir schwere Verletzungen zu. Meine Hand wurde von der Förderrolle zerquetscht bzw. regelrecht zermahlen. Mit dem Hubschrauber wurde ich in das UKH Salzburg gebracht wo mich die Ärzte schon erwarteten und mir vor der Operation sagten, dass sie wahrscheinlich meine rechte Hand hinter dem Handgelenk amputieren müssen. Nach einer 6 Stunden OP, teilten mir die Ärzte aber Gott sei Dank mit, dass sie „nur“ die Hälfte meiner rechten Hand amputieren mussten. Ich werde aber ab dem Handgelenk ziemlich starke Einschränkungen haben. Nach 6 Wochen Krankenhaus, mit zwei weiteren OP’s (Hauttransplantation und Platten Entfernungen) wurde ich anschließend für 6 Wochen nach Bad Häring auf Reha geschickt. Dort sollte ich lernen, die verbleibende Hand im Alltag einzusetzen.

Nachdem ich 4 Wochen Zuhause war, entschloss ich mich dann trotzdem für ein halbes Jahr nach Amerika zu gehen. In Amerika lernte ich nicht nur Englisch, sondern auch sehr viel über das Leben. Was im Nachhinein für mich extrem super war und mir auch eine ganz andere Sichtweise im Leben bescherte.

 

Im Frühjahr 2014, als ich von Amerika zurück kam, kamen Leute vom Behindertenskirennlauf auf mich zu und fragten mich, ob ich Interesse hätte mit zu machen. Nach kurzer Bedenkzeit, entschied ich mich, dass ich als Behindertenskirennläufer durchstarten möchte.

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Ich trainierte den ganzen Sommer wie ein Besessener mit nur einem Ziel: So schnell wie möglich zu den Besten zu gehören. Im Herbst 2014 startete ich mit dem Training auf Schnee. Meine ersten Schwünge waren nicht berauschend. Die Umstellung durch meine Beeinträchtigung war am Anfang nicht so leicht. Nach 4 Tagen auf Schnee hatte ich den Dreh wieder heraus, zwar noch nicht wie in früheren Zeiten, aber es wurde von Fahrt zu Fahrt besser.

 

Gewisse Leute fanden mich beim Training ganz gut. Andere wiederum waren nicht so begeistert. Die mich nicht so gut fanden, hatten leider mehr zu sagen und so durfte ich bei den ersten Rennen nicht einmal starten. Darüber war ich sehr enttäuscht. Nach langem Hin und Her, durfte ich Anfang Dezember bei Rennen starten. Beim ersten Rennen wurde ich dann gleich Vierter. Beim zweiten Rennen wurde ich Dritter und beim dritten Rennen wurde ich Zweiter. Ich war sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Durch die guten Ergebnisse, durfte ich gleich wieder starten und bei diesen Rennen fuhren fast alle guten Österreicher mit. Ich wurde Dritter und war somit bester Österreicher.

Meine guten Leistungen gingen noch weiter. Bei meinen ersten Europacup Rennen wurde ich auf Anhieb Dritter und einmal Zweiter und war somit an der Spitze angekommen. Mein Weltcup Debüt gab ich dann in St. Moritz. Es lief zwar nicht ganz nach Wunsch, aber einen guten neunten Platz holte ich mir dennoch.

 

Nach meinem Weltcup Debüt, wurde mir mitgeteilt, dass ich für die Weltmeisterschaft in Panorama Kanada nominiert wurde. Mit zwei zehnten Plätzen im Super-G und der Super-Kombi war die WM für mich sehr zufriedenstellend. Obwohl ich sagen muss, dass ich leider krankheitsbedingt ein wenig angeschlagen war und deshalb nicht meine Bestleistung abrufen konnte. Mit Ende meiner ersten Saison wurde mir mitgeteilt, dass ich für die nächste Saison im A-Kader sein werde. Die Saisonvorbereitungen für 2015/16 laufen natürlich wieder auf Hochtouren und ich trainiere schon wieder wie ein Besessener um meine Ziele zu erreichen.

 

Viel Spaß auf meiner Website
Euer

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